Wie funktioniert das Bitcoin Mining

Mit dem Boom der Kryptowährungen erlebte auch das Mining seinen Hype. Der Begriff selbst rührt aus dem Bergbau, wo man das Gold, oder eben auch andere Rohstoffe schürft. Sogenannte Miner übernehmen diese Arbeit des virtuellen Systems. Das Mining ist ein Vorgang, bei dem Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung, Sicherheit und Synchronisierung aller seine Nutzer im weltweiten Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Es ist eine Art dezentrales Rechnernetz, hergestellt mit Minern, von überall auf der Erde. Die Auszahlung der als Belohnung im Bitcoinnetz zur Verfügung gestellten Rechenkapazität nennt sich Bitcoin. Viele andere Netze sind in den letzen Jahren dazugekommen, haben das erfolgreiche Modell kopiert, etwa der Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, Bitcoin Diamond. Aber auch viele andere neue Währungen haben sich einen Namen in der Szene machen können, ich nenne da mal Ether, Litecoin, oder auch Monero, die alle eine Marktkapitalisierung von mindestens 1 Milliarde US-Dollar aufwiesen können (Stand Sep.2019)

Und wie funktioniert dieses Mining überhaupt?

Damit die Bitcoin-Blockchain, und damit das System der Aneinanderreihung von Transaktionen funktioniert, müssen diese, wenn sie fertig sind, abgeschlossen und verschlüsselt werden. Dabei wird die Information eines Blocks zu einem einzelnen Code, einer komplexen Zeichenkombination, zusammengerechnet, der deutlich weniger Speicherplatz benötigt, dies ist dann ein sogenannter Hash. Und die Liste dieser aufeinanderfolgenden Hashs ist dann die eigentliche Blockchain.

Miner errechnen die Hashwerte und werden vom System mit neuen, bisher noch gar nicht dagewesenen, Bitcoins belohnt. Mehrere Miner können auch gleichzeitig an einem Block arbeiten, um ihn zu schürfen.

Die Errechnung der Hashwerte in der Bitcoin Blockchain wird immer schwieriger

Am Anfang des Bitcoinminings reichte schon ein Standard Heimcomputer aus. Schließlich geht es bei Bitcoin darum, ein Mbyte Infos, was der Größe eines Blocks entspricht, zu verschlüsseln. In der Praxis werden aber die Anforderungen an die Komplexität eines Hashs vom Algorithmus permanent künstlich erhöht. Das geht dann eben so weit, dass inzwischen riesige Mining-Farmen für wirklich rechnenswetes Mining notwendig sind. Zu Beginn sollten in großer Frequenz neue Bitcoins auf den Markt kommen.

Daher gab es am Anfang für Miner damals noch 50 Bitcoins pro abgeschlossenen Block. Aktuell werden rund 1700 Bitcoins am Tag geschürft. Das ergibt sich daraus, dass etwa alle zehn Minuten ein Block zu je 12,5 Bitcoins zur Belohnung abgeschlossen wird. Diese Zahl wird allerdings, durch den Algorithmus vorgegeben, weiter sinken. Im September 2019 sind insgesamt rund 17,9 Millionen Bitcoins im Umlauf. Die Bitcoin Erfinder haben zudem die Anzahl an Bitcoins, die jemals entstehen können, auf 21 Millionen beschränkt.

Ein Video erklärt die Arbeitswelt der Coinsschürfer

Damit für die Miner im Bitcoin Netz das Mining auch einen Anreiz darstellt, erhalten diese pro gefundenem Block eine Belohnung von aktuell 12,5 Bitcoins, was einer Menge von circa 120.000 Euro entspricht (Stand: 09.09.2019). Das wird sich im Jahr 2020 durch ein systembestimmtes Verfahren halbieren. Und an dieser Stelle des Minings entstehen auch neue Bitcoins. Das ist mit ein Grund, weshalb das Bitcoin Mining so populär geworden ist. Doch nicht jeder Bitcoin-Inhaber betreibt auch Mining, onder hat sie etwa auf einem der vielen Wallets geparkt, nachdem er sie etwa getauscht oder erworben hat.

Was braucht man für das Bitcoin Mining?

Bitcoins selber von zuhause minen

Um sich selber die begehrten Bitcoins zu erhashen, brauchen Sie am besten einen Miningblock. Der aktuell wohl effizienteste Miner ist der Antminer S17 mit bis zu 62 TH/s (Terrahashes pro Sekunde) von ProTact. Der Miningblock wird ganz einfach via LAN-Kabel an den Router zuhause angeschlossen, und wir ganz easy über den Webbrowser konfiguriert. Aufgrund der extrem hohen Nachfrage und der zudem begrenzten Stückzahl sind die Miner bei Verfügbarkeit leider zum heutigen Zeitpunkt ausverkauft.

Mining im professionellen Umfeld

CryptoBoost etwa bietet ein Komplett-Paket aus einem vollumfänglich remote steuerbaren 144 Miner fassenden Container, zudem sicheren Standort mit günstigem und grünen Strom, sowie mit allem Service rund herum. Wenn Sie als Investor professionell investieren und Chancen nutzen möchten, können sie dies etwa die Gründung einer „Legal Unit‘“, das zählt zum erweiterten Service von CryptoBoost.

Einem Mining Pool anschliessen

Ein weiterer Ansatz, in diesem Bereich zu investieren, ist die Teilnahme an einem der kollektiven Miningpools. Eine Hand wäscht hier nicht die andere, sondern zusammen sind wir stärker, gebündelte Rechnerkapazitäten erreichen eine bessere Performance, die erschürften Coins werden dann untereinander verteilt. Hier sind zu nennen der Antpool mit 494 PetaHashes, der F2 mit 400Phs und der Slush mit 150Phs.

Lohnt sich das Bitcoin Mining von daheim überhaupt noch?

Einer der wichtigsten Faktoren ist der Strompreis. In den meisten Ländern und Anwendungsfällen profitieren die Miner aufgrund des hohen Strompreises kaum mehr. Es müssten immer mehr Bitcoins erzeugt werden, um die entstandenen Miningkosten auszugleichen, was heute leider kaum mehr möglich ist. Der größte Teil der Mining Hardware wird schon durch institutionelle Unternehmen eingebracht, welche somit das Netzwerk beherrschen, vor allem wenn die Kollision stattfindet. Derzeit ist das kein arges Hindernis, doch die Gefahr bleibt bestehen, diese Unternehmen schürfen in Ländern, in denen der Strom noch billiger ist. Das hat aber auch Auswirkungen für die Natur. Im Vergleich zu kleinen Minern, die von daheim aus schürfen, können diese Unternehmen einen guten Profit erzielen, da sie ja erheblich weniger für den Storm bezahlen. In der Zwischenzeit ziehen sich immer mehr Leute aus dem Mining-Bereich zurück, was auch an der Volatilität des Coins liegt, von dessem Kurs am Markt natürlich auch die Rentabilität abhängt.

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