Wordcloud Top 50 Familiennamen Frankreichs

Das Verhältnis der Anzahl der Familiennamen zur Bevölkerung ist recht hoch in Frankreich. Dies ist vielen orthographischen und dialektalen Varianten (mehr als 40 für einige) geschuldet. Nach dem Französisch-Institut für Statistik INSEE, wurden mehr als 1,3 Millionen Namen zwischen 1891 und 1990 registriert. Doch sind etwa 200.000 mittlerweile wieder weggefallen, vor allem orthographische Varianten.

Die Bedeutungen der beliebtesten Familiennamen Frankreichs

In Frankreich haben die meisten Einwohner ein Patronymikum als Familiennamen. Dies ist eine Ableitung von Personennamen, die den Nachkommen (Sohn=Patronym / Tochter=Matronym) bezeichnet. Der beliebteste Name Martin ist das beste Beispiel für ein Patronym. Aber auch ortsbezogene Varianten sind zu finden. So der viert häufigste französische Nachname Du Bois (vom Wald). Dies zeugt auch davon, dass in Frankreich viel Baumbestand und Wälder zu finden waren. Auch Eigenschaften dienten zur Erstehung eines Namens, der Petit etwa ist der Kleine auf Französisch. Berufsbezeichnungen als Grundlage des Namens sind auch in Frankreich zu finden. Allerdings sind diese nicht so weit verbreitet wie etwa in Deutschland. Hier sind die ersten Plätze der populärsten Familiennamen Berufsnamen wie Müller und Schmi(e)d. In Frankreich dagegen ist Lefebvre, der Schmied ,erst auf dem dreizehnten Rang zu finden.

Meist verwendeter Nachname in Frankreich: Martin

Martin ist ein männlicher Vorname und auch Familienname. Die weibliche Form des Vornamens lautet Martina. Der Nachname Martin ist in vielen Ländern verbreitet. In Frankreich ist er der häufigste Familienname. Der Name Martin kommt vom lateinischen Martinus. Martinus ist das Adjektiv zum römischen Kriegsgott Mars. Entsprechend bedeutet der Name „Sohn des Mars“, „dem Mars geweiht“ oder „der Krieger“ bzw. „kriegerisch“.

Zweit meist verwendeter Nachnamen in Frankreich: der mutige Bernard

Die männlichen Vornamen Bernard und seine Variationen sind germanischen Ursprungs. Die Bedeutung des Namens ist aus einer germanischen Verbindung Bern-hard Bedeutung „Bären hart / mutig / stark“ oder „hart / mutig / stark wie ein Bär“. Bern- ist die alte Form von Bären, vom westgermanischen „Beran“ abgewandelt. Der Name war besonders beliebt bei altfriesischen Sprechern, die am weitesten verbreitete Schreibweise war Bernhard.

Auf dem dritten Rang ein Geo-Name: Dubois

Der Name Dubois war eine Bezeichnung für jemanden, der in einem Wald lebte. Der Nachname setzt sich zusammen aus der Verschmelzung von „du“, was ‚aus dem‘ bedeutet und dem französischen „bois“, ‚Holz‘. In England und Amerika wurde der Name im Englischen als „Wood“ übersetzt und ist dort auch weit verbreitet.

Die Zwillinge Thomas schaffen es an die vierte Stelle

Thomas (auch Tomas) ist ein weit verbreiteter Familienname, der neben dem Französischen auch von den Briten, Deutschen, Niederländern und Dänen gern genutzt wird. Thomas leitet sich aus dem aramäischen Beinamen t’om’a ab, was „Zwilling“ bedeutet. Der Vorname wurde bereits von einem der Jünger Christi getragen. Die th- Rechtschreibung im Französischen und Englischen ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben des Namens im griechischen Neuen Testament: Theta.

Guter Fünfter wurden alle mit dem ruhmreichen Nachnamen Robert

Robert ist die normannische Namensform vom altgermanischen „rod-berht“ und bedeutet so viel wie „von glänzendem Ruhm“. Die Bedeutung des althochdeutschen Wortes „hrōd“, „hruod“ ist Ruhm, Ehre und das Wort „beraht“ steht für strahlend, glänzend, stolz. Robert war im Mittelalter sowohl im deutschen, als auch im französischen Sprachraum, verbreitet. Der Name war in erster Linie als Adels- und Herrschername in Gebrauch. Beispielsweise ist Robert der Tapfere (französisch Robert le Fort) der Begründer der nach ihm benannten Familie der Robertiner. Dies ist ein Zweig des rheinfränkischen Geschlechts der Rupertiner.

Der starke Richard wird sechst platzierter

Ein weiteres Patronym sind die Familien Richard, welche vom gleichnamigen Vornamen herrühren. Er setzt sich aus den althochdeutschen Wortsilben „richi“ = reich, mächtig und „hard“ = stark zusammen. Übertragen heißt er so viel wie „Der Reiche und Starke“ bzw. „der mächtig Starke“ oder „der starke Herrscher/König“.

Der kleine Petit auf dem siebten Rang

Im historischen Frankreich hat es wohl auch viele kleine Leute gegeben. Dies zollt die Beliebtheit von Petit, übersetzt „der Kleine“. Petit kann aber auch den Jüngeren von zwei Personen bezeichnet haben. Petit findet sich zudem im Englischen, dort nennt er sich dann oft Little.

Acht platzierter ist der ausdauernde Durand

Durand stammt vom lateinischen Namen Durandus ab. Die starke und dauerhafte Bedeutung kommt aus dem „Duro“. Duro bedeutet, stark zu erhärten oder hart zu machen. Bei diesem Patronym wird angenommen, dass er sich in verschiedenen Kulturen gleichzeitig entwickelt hat. Als Vornamen waren im Mittelalter Durant oder auch Durand recht beliebt, neben Frankreich auch in England und Schottland.

Die königlichen Leroy

Leroy ist sowohl ein männlicher Vorname in englischsprachigen Ländern, als auch ein beliebter Familienname französisch Herkunft. Leroy ist einer der häufigsten Nachnamen in Nordfrankreich. Als Familienname ist es manchmal Le Roy geschrieben, als Übersetzung von Breton Ar Roue. Es ist eine archaische Schreibweise le roi, das Äquivalent des englischen Namens Rey, auf Deutsch der König.

Der Moraeu aus Burgund war dunkler Herkunft

Die ersten Familien mit dem Namen Moreau wurden im französischen Burgund verzeichnet. Moreau bezeichnet eine Eigenschaft einer Person und stammt aus dem Alt-Französischen „more“, was dunkel bedeutet. Dieser Name wurde im Mittelalter wie so viele als Beiname für dunkelhäutige Menschen verwendet. Auch heute noch ist dieser Familienname in Frankreich weit verbreitet, was seinen zehnten Platz hier begründet.

Liste der fünfzig meist verwendeten Familiennamen in Frankreich

1. Martin
2. Bernard
3. Dubois
4. Thomas
5. Robert
6. Richard
7. Petit
8. Durand
9. Leroy
10. Moreau
11. Simon
12. Laurent
13. Lefebvre
14. Michel
15. Garcia
16. David
17. Bertrand
18. Roux
19. Vincent
20. Fournier
21. Morel
22. Girard
23. Andre
24. Lefevre
25. Mercier
26. Dupont
27. Lambert
28. Bonnet
29. Francois
30. Martinez
31. Legrand
32. Garnier
33. Faure
34. Rousseau
35. Blanc
36. Guerin
37. Muller
38. Henry
39. Roussel
40. Nicolas
41. Perrin
42. Morin
43. Mathieu
44. Clement
45. Gauthier
46. Dumont
47. Lopez
48. Fontaine
49. Chevalier
50. Robin

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